Die heilenden Kräfte der Ostsee

Ein mildes Reizklima ohne schroffe Temperaturschwankungen, mit einem niederschlagsarmen Frühling, einem sonnenreichen Sommer und einem milden Herbst, dazu jodhaltige Luft, sind Voraussetzungen für einen tollen Gesundurlaub, eine Kur und vieles mehr.

Sie finden hier nützliche Informationen rund um die Erholung an der Ostsee, vor allem im polnischen Bereich. Besonders wird hier auf den gesundheitlichen Aspekt eingegangen.

Nach einem Urlaub am Meer fühlen sich die meisten wie neugeboren. Die Haut ist klarer, der Teint gleichmäßiger, die Haare glänzend und die Laune bestens. Doch das Wohlbefinden ist nicht nur Folge angenehmer Urlaubserlebnisse - ein paar Tage am Meer können wirklich schöner und gesünder machen, denn Salzwasser und Sonne, Spurenelemente und ionisierte Teilchen in der Luft, Algen und Schlick haben zahlreiche positive Eigenschaften. Bereits die Griechen wussten, dass das Meer einen wichtigen Beitrag für unsere Gesundheit und Schönheit leisten kann.

Ein Aufenthalt am Meer kann sich positiv auf verschiedene Erkrankungen und Beschwerden auswirken. Der Aufenthalt im Reizklima der Ostsee bekommt den meisten Allergikern besonders gut, denn hier ist die Luft arm an Allergenen und Umweltschadstoffen. Zahlreiche Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Akne bessern sich unter dem Einfluss von Sonne und Salzwasser. Die Schilddrüse, ein wichtiges Stoffwechselorgan des Körpers, wird in der Seeluft ausreichend mit dem Spurenelement Jod versorgt. Knochenbrüche heilen im warmen Salzwasser schneller, denn die Bruchstelle wird besser durchblutet. Doch im Meer steckt auch eine geballte Schönheitskur.

Während die Dermatologengeneration zwischen den Weltkriegen für nahezu alle Hautkrankheiten ein Bade- und Waschverbot empfahl, sind heute die Vorzüge der Balneophototherapie (Bade- und Lichttherapie) allgemein bekannt. Vor allem Salzbäder (Solebäder) haben einen positiven Einfluss auf Erkrankungen, die mit einer verstärkten Verhornung oder Schuppenbildung einhergehen. Besonders gut auf Salzbäder sprechen deshalb die Schuppenflechte und die Fischschuppenkrankheit, die so genannte Ichthyose an. Niedrig konzentrierte Solebäder eignen sich sogar zur Behandlung der Neurodermitis.

Besonders gute Therapieerfolge mit UV-Licht (Sonnenlicht) können bei der Schuppenflechte, bei Neurodermitis und auch bei Akne erzielt werden. Wer unter diesen Hauterkrankungen leidet, bemerkt häufig eine Besserung des Hautzustandes im Sommer und besonders im Urlaub am Meer. Bei Neurodermitis wirkt Sonnenlicht entzündungshemmend und bessert den Juckreiz. Bei der Schuppenflechte wird die überschießende Zellteilung, die für die starke Schuppung verantwortlich ist vor allem durch die UV-B-Strahlung verlangsamt. Die Akne lässt sich durch natürliches Sonnenlicht, aber auch durch eine UVA- oder UVB-Bestrahlung beim Hautarzt bessern. Durch das Licht wird die Talgdrüsenaktivität gebremst, die Neigung zu Pickeln lässt nach. Die Lichtbehandlung kann auch mit Salzbädern kombiniert werden. Man spricht dann von einer "Balneo-Photo-Therapie" (= Bade-Licht-Therapie). Beide Behandlungsmethoden ergänzen sich hervorragend, die Wirkung wird verstärkt. Die Kombination ist sinnvoll, da sowohl die Bäder als auch die Lichtbestrahlung einen positiven Einfluss auf die entzündete Haut haben. Zudem ist die Lichtempfindlichkeit der Haut nach einem vorausgehenden Bad erhöht, die Lichttherapie wird effektiver. Doch viele Menschen bemerken nach einem Urlaub am Meer auch noch einen anderen positiven Effekt: Die Stimmung wird besser. Verantwortlich für diesen stimmungsaufhellenden Effekt ist eine kleine, lichtempfindliche Drüse in unserem Gehirn, die Epiphyse, die für die Produktion verschiedener Hormone verantwortlich ist. Bei Dämmerung und Dunkelheit schüttet sie das Schlafhormon Melatonin aus, welches müde und träge macht. Helles Licht stoppt die Melatoninausschüttung und regt gleichzeitig die Bildung des stimmungsaufhellenden Botenstoffs Serotonin an. Die Lichtintensität am Meer ist - bedingt durch eine Reflexion des Lichtes auf der Wasseroberfläche und auf dem Sand - deutlich höher als im Binnenland. Diese Helligkeit bekommt vor allem Menschen gut, die zu "Winterdepressionen" neigen.

Besonders im Herbst und Winter ist die heilende Wirkung der Meeresbrise angeraten. In dieser Jahreszeit leiden Menschen mit Haut- und Atemwegsproblemen besonders unter der trockenen Heizungsluft der Innenräume und der feuchten Kälte draußen. Selteneres Lüften als im Sommer lässt die Luftqualität in den Wohnungen sinken. Gerade dann tut es gut, Reißaus zu nehmen, die saubere Meeresluft um sich wehen zu lassen und einzuatmen. Zudem verstärken sich die heilsamen Faktoren der Seeluft in den kühleren Jahreszeiten: Je stärker Wind und Wellen, desto mehr heilende Salze, Jod, Magnesium und Spurenelemente aus dem Meerwasser gelangen in die Luft.

Brandungsaerosol heißen die winzigen Tropfen in der Seeluft, die die heilsamen Stoffe aus dem Meer transportieren. Auf den Menschen wirkt die so angereicherte Seeluft auf unterschiedliche Weisen positiv: Zum einen stimuliert sie die Immunreaktion von Haut und Atmungsorganen. Nach einiger Zeit des Inhalierens löst sich der Schleim in den Atemwegen und lässt sich besser abhusten. Es ist daher durchaus beabsichtigt, wenn sich bestehende Beschwerden vorübergehend leicht verstärken. Zudem ist vor allem die Seeluft der Inseln fast vollkommen frei von schädlichen Dämpfen, Abgasen, Ruß- und sonstigen Partikeln, die Allergien auslösen könnten. Schließlich bewirken Wind und frische Temperaturen zusammen mit der sauberen, milde reizenden Luft eine insgesamt bessere Durchblutung und regen das Immunsystem des gesamten Körpers an.

Die Klimatherapie an der See eignet vor allem bei:

  • Hauterkrankungen, z.B. Neurodermitis, Schuppenflechte, Ekzemen,
  • Heuschnupfen, bronchialem Asthma
  • Bronchitis oder chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen
  • erhöhter Infektionsanfälligkeit und allgemeiner Erschöpfung

Calcium

Knochenaufbau, Zähne, Nervenaktivierung, Blutgerinung, Taubheit, Schlafstörungen, Zahnverfall, Blutungen

Eisen

JMüdigkeit, Appetitlosigkeit, Blutarmut, Schlechte Haut und Haare, Konzentrationsschwäche

Jod

Schilddrüsenfunktion, Stressbewältigung, Übergewicht, Herzklopfen, Nervosität, Leistungsschwäche

Kalium

wirkt positiv auf die Herz-, Kreislauffunktion und verbessert die Hautdurchblutung

Magnesium

Knochenaufbau, ist bekannt für die positive Wirkung bei Stress, positiv für das Herz- und Gefäßsystem

Selen

Schutz vor freien Radikalen und verlangsamt den Hautalterungsprozess

Silicium

Bindegewebe, Knochen, Zähne, Blutgefäße, Haare, Haut, verlangsamt die Alterung der Arterien, Haarausfall, brüchige Nägel

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